Der Reporter-Workshop in Hagen  

... widmete sich der Frage, wo das nachhaltige Leben in Hagen steckt. 

Hier gibt es etwas zum Anhören 

Rettet die Wildbiene 

Die Zukunftsreporterinnen Milla, Amalia und Zarah haben mit Ralf Blauscheck von der Biologischen Station in Hagen darüber gesprochen, wie wir als Menschen den Bienen helfen können. 

Der Unverpacktladen

Amalia, Zahra und Milla haben sich mit Nicole Jas unterhalten, der Inhaberin des ersten Unverpacktladens in Hagen. 

Und das haben die Zukunftsreporterinnen aus den Interviews geschrieben

Plastikfrei einkaufen –
so rettest du die Schildkröten im Meer

Autorinnen: Milla Vierjahn & Amalia Ruch

Laut Umweltorganisation WWF landen jährlich 4 bis 12 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Für viele Meeresbewohner – wie Schildkröten, Robben oder Seelöwen – ist das sehr gefährlich, weil sie den Müll mit ihrer Nahrung verwechseln. Was können wir alle also dagegen tun? Eine Lösung ist: Plastikmüll von Anfang an vermeiden.

In Hagen-Wehringhausen gibt es daher seit mittlerweile anderthalb Jahren den ersten
Natürlich Unverpacktladen. Inhaberin ist Nicole Jas, bei ihr gibt es nur plastikfreie Produkte und davon mittlerweile ganz schön viele. Gestartet hat Nicole mit 120Produkten ohne Plastik, inzwischen sind es knapp 400.

Hier gibt es zum Beispiel Strohhalme aus Edelstahl, Wattestäbchen und Küchenrolle aus Bambus, unverpackte Seife und viele Lebensmittel in Glasbehältern. Zum Beispiel Müsli, Nudeln, Schokolade und getrocknete Früchte zum Selber abfüllen.

Nicole Jas lebt auch in ihrem Alltag plastikfrei und sagt: „Ich kann heutzutage meinen ganzen Haushalt plastikfrei gestalten, wenn ich auf ein paar Kleinigkeiten achte.“

Und so funktioniert der plastikfreie Einkauf: Man bringt sich einen eigenen Behälter mit, wiegt ihn und füllt rein, was man braucht. Dann muss man nur noch bezahlen. Wenn man gerade keinen eigenen Behälter dabeihat, stehen aber auch welche im Laden bereit. Auch Putzmittel für zuhause kann man hier beispielsweise abfüllen.

Nachhaltigkeit ist Nicole Jas sehr wichtig. Die Produkte, die sie im Laden verkauft, kommen oft
aus der Region, zum Beispiel das Mehl oder die Seife. So werden die Transportwege so kurz wie möglich gehalten und die Umwelt nicht unnötig belastet.

Viele Menschen, die Produkte mit Plastikverpackung kaufen oder ihren Müll in der Natur liegen lassen, wissen oft gar nicht, was das für Auswirkungen haben kann. Nicole Jas sagt: „Alles was wir in die Umwelt schmeißen, gelangt über die Flüsse ins Meer und dringt in die tiefsten Stellen des Ozeans ein.“ Ein Problem ist beispielsweise, dass Schildkröten im Meer treibende Plastiktüten mit ihrem Lieblingsgericht - Quallen - verwechseln und es für sie lebensgefährlich ist, wenn sie diese essen.

Natürlich ist es nicht einfach, komplett plastikfrei zu leben, aber immer, wenn wir einkaufen, können wir darauf achten. Nicole Jas fasst das deutlich zusammen: „Es geht darum, dass wir alle unseren Anteil dazu beitragen, dass die Welt erhalten bleiben kann und dass sie keinen Schaden nimmt.“

So sieht die Zeitungsseiteaus, die Teilnehmerinnen des Workshops selbst aus dem Text und den Fotos gemacht haben. 

Hilf der Wildbiene!

Was wir gegen das Bienensterben tun können

Autorin: Zahra Busch

Bienen sind sehr wichtig für unser Ökosystem, doch gibt es von ihnen immer weniger. Laut Naturschutzbund (NABU) gibt es in Europa zehn Prozent weniger Bienen als noch vor ein paar Jahren. Was ist der Grund für das Bienensterben. Und was kann man dagegen tun?

Ralf Blauscheck ist Leiter der biologischen Station in Hagen und sagt, dass bei uns in NRW vor allem Wildbienen stark bedroht sind. Das größte Problem ist, dass die Bienen immer weniger Lebensraum haben. „Dadurch, dass viele Gärten leider nicht mehr so vielfältig sind, wie es für die Insekten nötig wäre“, sagt Ralf Blauscheck. Zum Beispiel gibt es in Schottergärten kaum Pflanzen für die Bienen.

Jede*r von uns kann sich für den Erhalt der Bienen einsetzen. Zum Beispiel, indem wir im Garten oder auf dem Balkon Nahrungspflanzen für sie anbieten. Ralf Blauscheck sagt: „Wenn jeder nur ein paar Quadratzentimeter mit Wildblumen bestückt, würde man auf die Fläche von Hagen oder ganz Deutschland schon große Flächen herrichten können.“

Aber was mögen die Insekten eigentlich? Hummeln und Bienen mögen beispielsweise die sogenannte wilde Karde und können daraus gut Nektar sammeln. Krokus ist eine wichtige Pflanze im Frühjahr. Außerdem können wir Bienen und andere Insekten auch unterstützen, indem wir ein Insektenhotel bauen. Das besteht aus unterschiedlichen Nistmaterialien, wie beispielsweise vorgebohrten Holzklötzen oder Stängeln von Pflanzen. Wichtig ist laut Ralf Blauscheck, dass man für den Bau des Insektenhotels bestimmte Hölzer nimmt, etwa Eiche oder Buche, kleine Löcher bohrt und einen sonnigen Platz sucht.

Aber nicht nur die Wildbienen bei uns sind bedroht, sondern auch andere Insekten wie Libellen, Schmetterlinge und Heuschrecken. Die Raupen der Schmetterlinge lieben Brennnesseln, doch viele Leutereißen diese bei der Gartenarbeit raus.

Deshalb der Tipp: Wenn wir unser Unkraut im Garteneinfach mal ein bisschen wachsen lassen und viele Blumen in unsere Balkonkästen pflanzen, ist das sehr hilfreich für Bienen und viele andere Insekten. So können wir alle zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

So haben die Zukunftsreporterinnen selbst den Text und die Fotos gestaltet. 



 Und so lief der erste Tag ...