Der Reporter-Workshop in Sankt Augustin 

Der Workshop lief in der ersten Woche der Osterferien. Hier könnt ihr ihre Artikel lesen und euch auch die Fotos dazu anschauen. Übrigens ist im Reporter-Kurs auch eine eigene Webseite entstanden:  www.reporter-workshop.de 

Schreiben für ein besseres Leben!

Nur Ferien, nur abhängen, nur Freizeit – das ist nix für Akima, Arvid, Fiete, Jakob, Joao Marcos, Jonathan, Karolina und Paula. Sie waren mit dabei beim Workshop für Zukunftsreporter des Deutschen Kinderschutzbundes. Der Ortsverband Sankt Augustin hatte mit dem Landesverband NRW eingeladen zu dem fünftägigen Treffen, das fast ausschließlich online durchgeführt werden konnte. „Auf der Suche nach dem nachhaltigen Leben“ war der Titel des Kurses, viele aus dem Kinder- und Jugendparlament der Stadt hatten sich angemeldet. Und was sagen die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 15 Jahren selbst dazu?

Akima: Ich mache hier mit, weil ich mich für die Umwelt interessiere und einen Beitrag für eine gesunde Umwelt leisten möchte.

Arvid: Ich wollte Zukunftsreporter sein, weil ich ein Journalist werden möchte und der Umweltschutz ist mir wichtig.   
            

Fiete: Ich wollte ein Zukunftsreporter sein, weil man was Spannendes macht und ich wollte schin immer mal ein Interview führen.

Jakob: Ich finde es cool, dass uns so ein Workshop angeboten wird.

Joao Marcos: Ich will Zukunftsreporter werden, weil ich mich für die Themen interessiere, die in der Welt passieren, und ich mag den Beruf als Reporter.

Jonathan: Ich bin Zukunftsreporter geworden, weil ich es sehr spannend finde, genauso wie die Erwachsenen zu arbeiten und einen gesamten Betrieb zu simulieren.

Karolina: Ich mache bei dem Reporterworkshop mit, weil ich wissen will, wie es ist, eine Reporterin zu sein.

Paula: Ich wollte bei dem Reporterworkshop mitmachen, weil ich mich für die Umwelt einsetzen will.

Spannend waren die vier Tage in den Osterferien. Fremde Leute und die eigenen Freunde sowie Eltern befragen, den Bürgermeister Dr. Max Leitterstorf interviewen, Bilder schießen, Igelstation besuchen und einem Imker über die Schulter schauen – es war eine interessante, manchmal auch ganz schön anstrengende Zeit. Das Ergebnis jedenfalls kann sich sehen lassen:

Igel brauchen unsere Hilfe 

Durch das Gras raschelt ein kleiner neugieriger Igel, der flott unterwegs ist. Es ist Frederick. Man merkt ihm nicht an, dass er blind ist. So ist er geboren.  In der freien Wildbahn wäre er verloren. Er hat Glück, dass er gefunden und zu einer kleinen privaten Igelstation gebracht wurde, geschaffen von einer Expertin mit einem großen Herz für Tiere und ganz speziell für Igel. Hier lebt er in Sicherheit mit anderen Artgenossen, die alle ein Schicksal hinter sich haben.

Da ist zum Beispiel Fiona, die Igelin wiegt 2300 Gramm und das sind mindestens 1000 Gramm zu viel. Sie wurde in der Nähe einer Mülltonne gefunden. Der Finder ging mit ihr zum Tierarzt und behielt sie danach bei sich zu Hause. Fiona lebte in einer viel zu kleinen Kiste und wurde mit sehr fettiger Nahrung gefüttert. Der Checkup vor dem Auswildern ergab: zu fett und unbeweglich, um in der freien Natur zu überleben. Seitdem lebt sie genauso wie Frederick und noch einigen anderen Artgenossen in dem kleinen Igelparadies, das sich in einem Wohngebiet mit einer großen Wiese in Sankt Augustin befindet. 

Hier bekommen die Igel, was sie für gesundes Igelleben brauchen. Sie erhalten verträgliche Nahrung, etwa Rührei, Hühnerherzen, Fisch und Rosinen. Aber auch lebendiges Futter wie Insekten sind wichtig, damit ihr Jagdinstinkt nicht verloren geht und damit sie sportlich bleiben. Auch haben sie ein schönes, kuscheliges Gehege mit viel Auslauf und kleinen Schlafhöhlen, die aus ausgestopften Kartons bestehen. Eigentlich pflegen sich die Igel selbst, aber einmal im Monat gibt es ein Schönheitsbad aus Milch und Olivenöl. Einmal täglich wird das Haus gereinigt, also Zeitung und Stoffunterlagen gewechselt.

Igel sind Säugetiere. Irgendwie sieht man nichts als Stacheln, immerhin haben sie davon bis zu 8000. Aber darunter befinden sich ausklappbare Beinchen. Tatsächlich können Igel ihre Beine verlängern, wenn sie es eilig haben. Ganz wichtig für Igel ist der Ringmuskel, damit sie sich einrollen können.  Das schützt sie vor Gefahren.

Der hinterlistige Fuchs hat einen ganz gemeinen Trick, um Igel zu fressen. Er pinkelt auf die eingeigelten Tiere, die sich sofort aufmachen und dann -  ‚Guten Appetit‘  - sind die Igel ausgeliefert. Außer anderen tierischen Gefahren ist es vor allem der Mensch, der dem Igel schadet. 500.000 Igel werden jährlich von Autos überfahren. Lebensräume der Igel werden zerstört, wenn aus Gärten Steinwüsten werden. Auch in grünen Gärten lauern für die Igel Gefahren von den Menschen so wie Chemikalien und Fallen. Ein ganz besonders schlimmer Feind ist der Mähroboter, der Igeln sehr schwere Verletzungen beibringt oder sie sogar töten kann.

Igel sehen nicht nur niedlich aus, sondern sind in der Natur auch sehr nützlich. Auf ihrem Speiseplan stehen nämlich große Laufkäfer, Spinnen und andere Insekten, gerne auch mal ein Mäusenest. Damit sorgen sie für Ordnung in der Natur. Nicht umsonst tragen die Tiere den Beinamen „Nützling“.
 
Was können wir Menschen für den Igel und das Gleichgewicht der Natur tun?
 
Jeder Einzelne und auch die Politik können helfen:
-          weniger Bäume fällen und die Natur erhalten
-          Wildblumenwiesen pflanzen
-          Laubhaufen liegen lassen
-          Igeltreppe für Gartenteiche bauen
-          Aufpassen bei Gartenarbeiten
-          Überwachen von Mährobotern (am Besten diese gar nicht benutzen)
-          Zupflastern von Grünflächen verbieten
-          Verletzten Tieren helfen (zum Tierarzt bringen und Igelnetzwerk informieren)
-          dem Igel keine Milch, sondern frisches Wasser geben
-          keinen Müll offen liegen lassen
-          Spenden
-          Igelpatenschaften übernehmen
-          Informationen verbreiten (die Öffentlichkeit informieren, mit Freunden reden ….)

-          Weitere Informationen gibt es unter www.netzwerk-igelfreunde.de 


Interview mit dem Bürgermeister 

Die Zukunftsreporter des Workshops zum nachhaltigen Leben des Kinderschutzbundes haben Bürgermeister Max Leitterstorf einen ganzen Haufen Fragen gestellt. Das Stadtoberhaupt hat sich Zeit genommen und sie sorgfältig beantwortet.

 

Zukunftsreporter Arvid: Warum wollten Sie Bürgermeister werden?  

Bürgermeister Dr. Max Leittertstorf: Sankt Augustin möchte ich noch lebenswerter machen. Es ist schon eine schöne Stadt. Und trotzdem sollte da noch einiges angepackt werden. Eines der Themen ist Radfahren. Deshalb bin ich erfreut über eure Fragen. 

Zukunftsreporter Joao Marcos: Wie gefällt Ihnen der Job und was daran am meisten?   

Es gibt viele schöne, gute Momente und weniger gute Momente. Das ist ja in jedem Job so. Ich freue mich, wenn ich etwas anstoßen kann und sehe, wenn es umgesetzt wird. Da ist zum Beispiel das Thema Corona-Schnelltests. Ein Weg, die Pandemie zu bekämpfen, ist es, möglichst viele Menschen zu testen. Dafür habe ich mich eingesetzt und die Möglichkeiten gibt es jetzt. 

Zukunftsreporter Joao: Wie fühlt es sich an, Bürgermeister zu sein? 

Es ist eine große Verantwortung, die man spürt. Es ist ein gutes Gefühl. Man muss der Verantwortung aber gerecht werden. 

 

Zukunftsreporter Fiete: Was haben Sie von dem, mit dem Sie sich beworben haben, was im Wahlkampf wichtig war, schon anpacken können? 

Ich bringe ein paar Beispiele. Beim Radfahren habe ich sofort nach meiner Wahl mich um Radpendlerrouten gekümmert. Das sind möglichst breite und möglichst kreuzungsfreie Radwege. Die sind wichtig für Leute, die schnell und ohne Auto zur Arbeit oder zur Schule wollen. Das ist ein langwieriger Prozess. Im Rathaus haben wir auf einem Stadtplan aufgezeichnet, wo das möglich ist. Es kristallisiert sich jetzt heraus, wo das möglich sein kann. Ich selbst fahre noch nicht so viel mit dem Rad, das ist eine Schwachstelle bei mir. Ich tue noch nicht, aber das müsste zu schaffen sein, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Ich muss überlegen wie ich das mit meinem Laptop mache. 

Beim Umweltschutz werben wir gerade um Baumpaten in der Stadt, das haben wir gerade veröffentlicht. Da kann sich jeder und jede bewerben und sich um eine Baumscheibe, die Erde um den Baum herum, kümmern. Der Bauhof hilft jedem Neuen dabei. Ich selber habe bei mir vor der Haustür eine solche Baumscheibe, da habe ich Wildblumen und Lavendel gepflanzt. Die Veränderung war sofort zu sehen, ganz viele Bienen und Hummeln. 

Zukunftsreporterin Karolina: Was sind Ihre Schwerpunkte? Und was ist Ihre Schwachstelle?    

Zur Schwachstelle: Der Tag hat nur 24 Stunden. Da kann ich mich nicht intensiv um alle Sachen kümmern. Ich muss Schwerpunkte setzen und Aufgaben abgeben. Die Zeit ist endlich, es lässt sich nicht alles schnell genug umsetzen. Neben Radfahren, Klima- und Umweltschutz ist Geld ein wichtiges Thema. Die Stadt muss verdienen. Zum einen müssen Bürger mehr bezahlen, das ist kurzfristig und belastet die Menschen. Deshalb möchte ich Unternehmen nach Sankt Augustin holen, damit sie hier arbeiten und Steuern bezahlen – Einnahmen für die Stadt. 

 

Zukunftsreporter Joao Marcos: Wie schwierig ist es, einen solchen Schwerpunkt umzusetzen und wie lange dauert das?  

Das hängt vom Thema ab. Man hat nur 24 Stunden Zeit um manche Themen umzusetzen, zum Beispiel Corona-Tests. Man muss manchmal Entscheidungen mit dem Landrat besprechen. 

 

Zukunftsreporter Jakob: Wann sind Sie das letzte Mal Fahrrad gefahren?  

Im Privaten mache ich gerne Radtouren, mit meinen beiden Kindern, zum letzten Mal im Februar. 

 

Zukunftsreporter Jakob: Wollen Sie noch mehr Radwege bauen und Sankt Augustin fahrradfreundlicher machen? 

Ich möchte einen Radweg bauen, eben die Radpendlerroute. Außerdem gibt es die Mietfahrräder von der RSVG, die jeder und jede sich ausleihen und woanders abstellen kann. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass wir das noch stärker machen. Die Menschen müssen schneller zur nächsten Verleihstation kommen, damit noch mehr das nutzen. Sonst heißt es, das nutzt ja keiner. 

Zukunftsreporterin Akima: Was fällt Ihnen zum Thema nachhaltiges Leben ein? Und welche Wichtigkeit hat das Thema? 

Drei wichtige Themen habe ich da. Es müssen erstens in der Stadt mehr Bäume gepflanzt werden, damit sie Schatten spenden. Dann können sich Straßen und Plätze nicht mehr so aufheizen. Zum zweiten will ich das Radfahren fördern mit der Radpendlerroute. Und drittens sollen mehr Wildblumenwiesen gepflanzt werden, das ist wichtig für die Artenvielfalt. 

Zukunftsreporter Jonathan: Haben Sie in der Zukunft vor, verschiedene Projekte zur Nachhaltigkeit anzugehen oder haben Sie schon welche durchgeführt? 

Nachhaltigkeit ist nicht nur Klima- und Umweltschutz. Es gibt auch soziale Nachhaltigkeit. Sozial Benachteiligte sollen besser leben können. Deshalb unterstütze ich den fairen Handel, also Fairtrade. Zum Beispiel verdienen afrikanische Kaffeebauern nicht genug Geld, um ihre Familien ernähren zu können. Durch unser Kaufverhalten können wir das verbessern. Ich möchte mehr Fairtrade-Produkte nach vorne bringen. 

Zukunftsreporter Arvid: Wann verschwinden die Plastiktüten aus dem Leben? Und was kann der Bürgermeister dafür tun?  

Plastiktüten sollen besser heute als morgen verschwinden, es wird wohl aber noch eine ganze Weile dauern. In Deutschland wird viel recycelt, anderswo nicht. Da landen die Plastiktüten im Meer und Schildkröten ersticken daran. Das bricht mir das Herz. Gerade die Einmal-Plastiktüten sind mir ein Dorn im Auge. Ich darf sie aber nicht verbieten. Tragetaschen aus Kunststoff, die lange verwendet werden können, sind eine Alternative. Aber vom Bürgermeister über den Landrat, Landesregierung, Bundesregierung und die Europäische Union müssen viele Menschen überzeugt werden. 

Zukunftsreporter Jonathan: Wie weit ist die Digitalisierung an den Schulen? Und wie sieht es nach der Corona-Pandemie damit aus?   

Leider schlechte Nachrichten. Digitalisierung ist noch in den Kinderschuhen im Vergleich mit anderen Ländern. Man braucht Endgeräte, schnelles Internet, Software, Support. Endgeräte werden gekauft und wir sorgen uns um schnelles Internet in den Schulen. Aber das dauert. Um die Zeit abzukürzen, haben wir so genannte Gigacubes besorgt. 

Zukunftsreporter Jonathan: Können sie Unverpacktläden mehr fördern? 

Diese Läden unterstütze ich, kann sie aber nicht fördern, also Miete erlassen oder so etwas. Aber wir können Leute bewegen, damit sie dort einkaufen. Noch gibt es ja zu wenig Kunden, wir müssen das bekannt machen. 

Zukunftsreporterin Paula: Wie unterstützen Sie die Arbeit von Kindern und Jugendlichen in Sankt Augustin?

Ich finde das Jugendparlament großartig, ich nehme mir immer gerne Zeit für Euch. Ich bemühe mich eure Anliegen zu unterstützen und Kinder zu fördern. Außerdem will die Stadt Kitaplätze schaffen und die offene Jugendarbeit fördern. 

Zukunftsreporterin Karo: Bekommen Sie gratis zu essen?   

Nein (lacht). Ich habe meine kleine Box dabei mit Brot und Obst, damit ich beim Arbeiten essen kann. Als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz versuche ich, möglichst wenig Fleisch zu essen. Wir müssten sehr viele Plastiktüten einsparen, um dasselbe zu erreichen wie bei der Halbierung des Fleischkonsums. Das fängt beim Pupsen der Kühe an, das Methangas geht in die Atmosphäre und ist schlecht fürs Klima. 

 

Das Gespräch haben Arvid Wiesemann und Ralf Rohrmoser-von Glasow aufgezeichnet. 

 


Nachhaltig einkaufen 

An einem Werktag in der Mittagszeit haben Paula und Karo vor dem Rewe-Markt in Niederpleis Interview zum Thema „Nachhaltig einkaufen“ durchgeführt. Sie wollten wissen, ob die Menschen mehr Plastiktaschen oder Stofftaschen verwenden und mit welchem Fahrzeug sie zum Einkauf unterwegs sind.

Vor den Interviews hat Karo an der Gemüse- und Obstabteilung sowie an der einer der Kassen einen Check durchgeführt. Sie wollte wissen, ob nachhaltige Taschen und Behälter zur Verfügung stehen. Die gab es dort, Karo gab ein Daumen hoch!

Nach dem Check haben beide den Marktleiter Dirk Pfleger gesucht und gefunden. Er war sehr freundlich und hat uns Laura Claßen vorgestellt. Sie ist Auszubildende im zweiten Lehrjahr und stellvertretende Nachhaltigkeitsbeauftragte des Marktes.

Sie ist dafür, hauptsächlich Stoff- und Papiertaschen zu benutzen, weil man die mehrmals verwenden kann. Plastiktaschen gibt es nur in der Obst- und Gemüseabteilung, an der Kasse sind es Kartons, Stoff- und Papiertaschen.


Paula und Karo sprachen mehrere Kundinnen und Kunden am Häuschen für die Einkaufswagen an. Die meisten ungeduldig und unfreundlich. Ein Mann hat sie sogar ausgelacht.


Vier Frauen und ein Mann haben uns glücklicherweise gerne geantwortet. Die Reporterinnen haben gefragt, ob die Leute eher mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zum Einkaufen fahren und welche Taschen hauptsächlich dabei benutzt werden. 


Die Befragung ergab, dass die meisten Stofftaschen verwenden. Plastiktaschen benutzen sie auf jeden Fall mehrmals. Die Befragten kommen meist mit dem Auto, wenn sie viel einkaufen wollen oder auf dem Land leben. Wenn sie in der Nähe wohnen, kommen sie gerne mit dem Fahrrad. Eine Frau hat so viel geredet, dass Karo und Paula unter der Maske gähnen mussten.

Lustig war, als eine Frau ihre Einkäufe in den Kofferraum packen wollte, plötzlich ein Welpe in die Arme der Frau gesprungen ist. 


Das war ein sehr aufregender Tag und wir konnten viel über das Reporterleben lernen.


Von den Zukunftsreporterinnen Karolina, Paula und Ingrid Henning

Imker in der Nähe 

Von Zukunftsreporter Jakob

In Meindorf wohnt der Imker Dimitri, den ich besuche, um Informationen über seine Bienen zu bekommen. Er hat vier Bienenstöcke in seinem Garten. Zwei wird er wegbringen, da es sonst zu viele Tiere werden. 

Ganz unten am Boden ist ein Luftschlitz. Da drüber ist der Brutraum, in den die Königin ihre Eier legt. Oben drauf kommt ein Metallgitter, durch das die Königin nicht durchpasst. Auf dieses Metallgitter kommt der Honigraum, in den sie nicht hinein darf, denn sonst würde sie dort Eier legen. Der Deckel schließt den Bienenkorb ab.

Die Königin erkennt man daran, dass sie auf dem Rücken eine farbige Markierung hat. Die hat Dimitri selber gemacht. Sie legt jeden Tag 2000 Eier, aus denen nach 21 Tagen ausgewachsene Arbeitsbienen schlüpfen. Wenn eine Königin nicht gut ist oder stirbt, „losen“ die Arbeitsbienen ein Ei aus, aus dem die neue Königin schlüpfen soll. Dieses Ei bekommt besonderes Essen. 

Die Arbeitsbienen leben durchschnittlich 30 bis 40 Tage. Laut Statistik können die Bienen zehn bis 15 Kilogramm Honig produzieren. Unsere Bienen in Meindorf können nur fünf bis sechs Kilogramm Honig an einem Tag produzieren. Die Menge ist abhängig von der Art der Blüten. Bienen stechen übrigens nur zu, wenn sie bedroht werden. 

Rauch schreckt Bienen ab. Wenn wir keine Bienen hätten, gäbe es auch kein Obst, da die Bienen den Blütenstaub verteilen und erst dadurch kann das Obst wachsen. Jeder kann den Bienen helfen, indem er einfach bunte Blumen in seinem Garten pflanzt. 

Zukunftsreporter Arvid: Was denkst du zum nachhaltigen Leben?

Jola, 37 Jahre alt: Es ist höchste Zeit etwas zu verändern, damit die Umwelt und die Tiere nicht mehr leiden müssen. 


Womit kaufst du ein?

Ich kaufe mit Stoff Tüten ein. 

 

Findest du es gut, dass man mit Papiertüten einkauft?

Nein, es wird dafür viel zu viel Papier verschwendet. 

 

Wo praktizierst du Nachhaltigkeit?

Ich trenne den Müll und versuche beim Einkaufen Plastikverpackungen zu meiden. 

 

Fährst du bei kurzen Strecken mit dem Auto?Nein, ich gehe lieber zu Fuß. Das tut meiner Gesundheit gut. 


Zukunftsreporter Arvid: Was denkst du zum nachhaltigen Leben?

Oliver Wiesemann: Es ist gut, weil wir alle den Planeten schützen müssen.

 

Womit kaufst du ein?

Ich nutze eine wiederverwendbare Klapp-Box. 

 

Findest du es gut, dass man mit Papiertüten einkauft?

Ja, weil so weniger Plastikmüll entsteht.

 

Wo praktizierst du Nachhaltigkeit?

Ich versuche wenig Müll zu produzieren und Sachen länger zu benutzen.

 

Fährst du bei kurzen Strecken mit dem Auto?

Leider ja, aber ich versuche mich zu bessern.

Wer ist denn beim Workshop dabei?

 

Joao Marcos ist 15 Jahre und macht viel Sport. Außerdem fährt er oft Fahrrad. Er ist am 28. März 2006 geboren, und zwar in Brasilien. Joao Marcos geht in die 9. Klasse der Gutenberg-Schule in Sankt Augustin. Der 15-Jährige macht mehrere Sportarten: Fußball, Basketball, und er springt sehr gut Trampolin. 

Joao Marcos hat viele Hobbys, zum Beispiel: Fußballspielen mit Freunden, Basketballspielen, natürlich auch mit Freunden und Trampolinspringen. Außerdem geht er zum Kinder- und Jugendparlament und zu „8sam“. 

Der junge Mann liebt Kochen über alles und das Spielen mit seinem Hund. „Black“ ist ein gerade mal drei Monate alter Welpe. Joao Marcos macht viel Krafttraining. Er mag Tiere sehr gerne, und alles, was mit ihnen zu tun hat, außerdem kleine Kinder. Deshalb trainiert er sie bei Fußball, Basketball und auf dem Trampolin. 

Akima Adam ist 15 Jahre alt. Sie hat als Hobbys Basketball, Schwimmen und Tischtennis, eine sportliche junge Frau also. Sie interessiert sich sehr für das Projekt „8sam“ und freut sich dabei zu sein beim Workshop für die Zukunftsreporter. Themen wie Umwelt oder Rassismus findet sie spannend. Gerne trifft sich Akima mit Freunden draußen zum Spazierengehen und Reden. 

Jakob ist neun Jahre alt und geht in die Katholische Grundschule Meindorf. Er ist im Alter von zwei Jahren in die USA gezogen. Dort hat er viereinhalb Jahre mit seiner Familie gewohnt. Dazu gehören seine Eltern, seine zwei Schwestern und seine Katze Feli. Mit sieben Jahren ist Jakob dann nach Meindorf gezogen. Er kann sehr gut mit Computern arbeiten, da sein Vater sich gut damit auskennt. Sein Hobby ist Basketball, und er liest gerne dicke Bücher. 

Arvid ist neun Jahre alt und ergeht in die Katholische Grundschule Hangelar. In seiner Freizeit tanzt er gerne, hört Musik, spielt Fußball und fährt seinen „Chilli“-Roller. Arvids Lieblingsband ist Queen, sein Lieblingssänger Michael Jackson. Er liebt alle Arten von Tieren und hat selber zwei Katzen. Die heißen Cyndi und Kenny. In den Ferien fliegt er gerne nach Warschau, um sich dort mit seiner Familie zu treffen, denn seine Mama kommt aus Polen. Ganz wichtig sind ihm seine Freunde. 

Paula ist sieben Jahre alt und die Jüngste im Team. Doch im Lesen macht ihr keiner was vor. Das beherrscht sie fließend, weil sie Bücher „frisst“. Jeden Tag eins ist ihre Devise. 

In Buisdorf wohnt ein Mädchen, sie ist zehn Jahre alt und heißt Karolina-Anna. Sie hat lange, blonde Haare und schöne blaue Augen. Sie ist immer freundlich, nett und immer gut gelaunt. Karolina geht sehr gerne zur Schule und macht gerne beim Kinder- und Jugendparlament mit. Ihre Hobbys sind Ballett, Schwimmen, Tanzen, Fotografieren, Quatsch machen und gute Laune verbreiten. Ihre Lieblingsfarbe ist Pink. Karolina hat sehr viele Freunde und ist hilfsbereit. Sie ist sehr neugierig und interessiert sich gerne für verschiedene Themen. Sie träumt davon, Reporterin zu werden, weil sie gerne mitentscheiden möchte, worüber die Leute wie informiert werden. 

Und so malen sich die jungen Reporterinnen und Reporter selbst